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Community => Playground => Thema gestartet von: vanbarsch am Juli 26, 2010, 22:49:50 Nachmittag

Titel: Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: vanbarsch am Juli 26, 2010, 22:49:50 Nachmittag
Hallo zusammen,

also ich bin neu hier. Hab in einem anderen Forum gelesen das man hier an der richten Adresse ist wenn man Fragen zum Angeln mit Baitcastern hat. Bin schon seit langer Zeit begeisteter Spinnfischer. Da ich mal was neues ausprobieren wollte hab ich mir be Baitcastcombo zugelegt. Eine Abu Ambasseur Sx und eine Garbolino DRAKEN GT-C in 195 mit 20-50 Gramm Wurfgewicht. Fischen möchte ich damit Wobbler, Oberflächenköder, Gummifische und vielleicht auch mal nen leichten Jerk.

Jetzt meine Frage: Sollte ich die Rolle anfangs besser mit mono oder geflecht bespulen. Was ist beim einstellen der verschieden Bremsen zu beachten? Gibt es Köder die sich am Anfang besonders gut anbieten aufgrung ihres Gewichts oder ihrer Flugeigenschaften? Und kann mir jemand sagen welches Wurfgewichte die Rolle abdeckt habe dazu leider keinen besonders genauen Angaben gefunden!

Vielen Dank schonmal und allen Petri Heil
Titel: Re:Baicastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: ivo am Juli 27, 2010, 00:38:02 Vormittag
Also als erstes, hier wird Wert auf eine ordentliche Schreibweise gelegt.

Dann wäre es nett wenn du dich im entsprechenden Teil des Forums vorstellst.


Zum Thema, am Anfang ist es einfacher mit einer Mono. Sich Gerät zuzulegen ohne auf die Spezifikationen zu achten ist nicht unbedingt der beste Weg. Dazu kommt, dass du mit der Kombo so ungefähr alles machen willst was geht. Das dürfte unmöglich sein. Wenn wir hier von Jerks sprechen sind das nicht die klassischen in Deutschland erhältlichen Prügel.
Ich möchte hier ungern ausschweifen. Das meiste steht im Forum. Lese dich erst einmal in die Materie ein und stelle dann Fragen zu den Themen die du nicht verstehst.
Schaue dir auch mal die Berichte auf der Startseite an. Da sind auch Tipps zum Rollenhandling dabei.
Titel: Re:Baicastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: vanbarsch am Juli 27, 2010, 00:44:44 Vormittag
Ja danke schonmal!

Versteh nur nicht so ganz was mit meiner Schreibweise nicht stimmt!

Trotzdem danke
Titel: Re:Baicastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: ivo am Juli 27, 2010, 01:01:14 Vormittag
Baicastanfänger  :hmmm: :wink:


Baitcastanfänger
Titel: Re:Baicastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: KissMyBass am Juli 27, 2010, 05:42:31 Vormittag
Hi,

Rute und Rolle passen in der Zusammenstellung. Die SX kann auch schwerer! Zum Einwerfen ist Mono das richtige Medium, da es Wurffehler eher verzeiht als Multifil. Vogelnester, die durch Wurffehler entstehen, sind dann auch nicht so teuer. Nach Abschluss der "Einstiegsphase" würde ich persönlich, insbesondere wegen der angedachten Grundanwendung, auf Multifil umsteigen. Bis auf leichte Twitchbaits fische ich fast alles mit Geflecht und vorgeschaltetem Fluorocarbon. Da du erfahrener Spinnfischer bist, wirst Du anschließend das gut und weniger gut machbare der Combo selber entdecken. Alles subjektiv und daher mache Deine eigenen Erfahrungen. Sehr gut geeignetes Material für den Einstieg in die Materie hast Du auf jeden Fall erworben.  :top: Viel Spaß damit.

TL
KMB

 
Titel: Re:Baicastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: Klausi am Juli 27, 2010, 20:05:43 Nachmittag
Ich stelle mal extra für Dich einen Beitrag ein, den ich mal für ein anderes Forum geschrieben habe.
Die Kenner der Materie können´s ja überlesen.... aber danach dürftest Du etwas schlauer sein.
Und dann kannst´ev immer noch  fragen.
Noch ein Hinweis: Hast Du je an einer Rolle eine Wurfgewichtsangabe gesehen? Das ist jeder Rolle so ziemlich Banane, was da unten dranne bammelt. Die Frage ergibt sich eher nach dem Sinn oder Unsinn, mit einer Feinrolle auf Großfisch oder einem Wels-Ungetüm auf Forellen zu fischen. Aber die SX - ich fische sie auch - ist ein feines Gerät. Natürlich muß sie sich erst mal einlaufen und das kann auch einige hundert Würfe dauern. Mit meiner habe ich bereits Mepps 1 gesponnen, was drei Gramm emtspricht - aber das ist jetzt noch kein Maßstab für Dich...

Spinnfischen einmal anders...
Ich habe mich immer gefragt, warum die Herren aus dem Land der aufgehenden Sonne, aus Skandinavien oder bei Uncle Sam beim Spinnfischen fast immer mit einer Multirolle zu sehen sind..... und mich mal damit beschäftigt. Für alle gleich vorab: Man muß völlig neu werfen lernen und einiges beachten.
Wenn man sich so eine Multi- oder auch Baitcastrolle so anschaut, fällt sofort die quer gelagerte Achse auf.
Als erstes das physikalische Problem: Weil man diese Achse mit der darauf befindlichen Schnur als Gesamtgewicht beim Abwurf erst einal in Bewegung setzen muß, und die dafür aufgewendete Arbeit von der Wurfenegie abgeht, ergibt sich für jede Rolle ein zwangsläufiges unteres Wurfgewicht. Je leichtere Köder man werfen will, um so komplizierter wird das.
Fliegt der Köder dann erstmal, läuft die Spule durch ihre Trägheit praktisch von alleine weiter und reicht die Schnur relativ reibungsfrei nach. Das ist der Grund, warum Profis mit der Multi ab einem gewissen Wurfgewicht durchaus weiter, als mit der Stationärrolle  werfen können. Man kann sich also ausrechnen, daß richtig gute Multirollen als feinmechanische Präzisionsgeräte auch richtig viel Geld kosten. Das Hauptproblem: Man bekommt sie zur Zeit noch nicht alle in Deutschland, wobei bereits gute auf dem Markt vorhanden sind. Hier ändert sich der Markt  aber inzwischen doch erfreulich.
Ein Vorteil ist zeifelsohne, daß man zum Werfen nicht unbedingt die zweite Hand benötigt, weil eben kein Bügel umzuklappen ist. Das spart unter dem Strich sogar Zeit ein, wenn man die Wurftechnik beherrscht.
Da die Schnur nunmehr aber gerade geworfen und wieder eingespult wird, kann sie sich auch nicht mehr verdrehen/verkringeln, was ich als ganz großen Vorteil ansehe.
Ein weiterer Vorteil zeichnet sich dadurch ab, daß der Köder ja die Schnur hinter sich her ziehen muß. Es entsteht kein lockerer Schnurbogen, man kann besser unter überhängende Äste werfen, der Seitenwind kann nicht soviel Schnur abtragen und der Köder kann sich nicht so schnell überschlagen. Gerade ein mit der Stationärrolle geworfener Wobbler hat ja gerne die Angewohnheit, sich im entscheidenen Moment in der Schnur zu vertüdeln...
Ein Nachteil ist natürlich, daß Gegenwinnd den Köder je nach Oberflächen-Masse-Verältnis abbremst, während die Spule natürlich weiter rotiert... So kann sich, wenn man icht aufpaßt, ganz schnell eine schöne Perücke entwickeln.
Generell wird der Freilauf ja mit dem Daumen ausgelöst und mit demselbigen bis zum Abwurf die Spule blockiert. Dort bleibt er auch, um notfalls die ganze Chose auch abzubremsen, spätestens, wenn der Köder die Wasserobefläche berührt, muß man das auch - oder...siehe zuvor!
Auf Grund des vorher Gesagten, empfielt es sich also, zum mindesten bei leichteren Ködern, die Rolle auf jeden Köder neu einzustellen. Das geschieht mit der Achs- oder Schleifbremse. Das ist der Knopf in der Achsenmitte. In der Regel haben bessere Multis auf der gegenüber liegenden Seite noch die sog. Magnetbremse. Die ist ebenfalls einstellbar und dient dazu, ein Übedrehen in der Wurf-Anfangsphase zu verhindern. Lieber erst mal zudrehen und auf Wurfweite verzichten.
Einige Rollen haben innen noch eine Fliehkraftbremse; das sind ganz kleine Gewichte, die durch ihre Reibung ebenfalls ein überdrehen verhindern sollen. Die Fliehkraftbremse ist normalerweise von außen nicht verstellbar und sollte - wenn lieber auch erstmal verstärkt werden, also "Pin´s" raus. Es ist zur Eingewöhnung - bei allem Ehrgeiz wohl besser, auf ein paar Meter Wurfweite zu verzicheten, als mehrmals neue und auch nicht gerade billige  Schnur aufzuziehen - oder auch endlos scheinende Entwirrungen vornehmen zu müssen.
Die Drillbremse wird über das an der Kurbel liegende Sternrad reguliert und daher auch Sternbremse genannt - im Gegensatz zur Schiebebremse bei einigen Meeresrollen... Diese ist sehr fein einstellbar und bietet somit jeder Flucht entsprechendes Paroli.
Wenn also der Daumen auf der Spule liegt, ist die menschliche Greifhand nicht mehr funktionsfähig. Ein 60 cm-Hechtchen kann einem da, wenn er aus vollem Lauf in den Köder geht, schon mal die Rute aus der Hand hauen. Deshalb hat der findige Mensch den Griff seiner Rute mit dem sog. Trigger versehen. Das ist dieser kleine Haken, in den man den Zeige- oder je nach Geschmack auch den Mittelfinger einhaken kann - damit dieses eben nicht passiert. Kleine Baitcaster werden auch gerne "gepalmt" - das heißt: die ganze Rolle wird umfaßt (la palma: die flache Hand) und der Trigger sitzt zwischen Ring- und kleinem Finger.
Besagtes Geschleuder wird ja nun aufrecht gefischt, d..h., die Rolle steht auf dem Blank. Demzufolge, sind auf jeder Multi-Rute viel mehr Ringe angebracht, damit die Schnur nicht am Blank scheuert. Weil aber die Achse der Multi dichter am Blank liegt , haben die Ringe der Multi-Rute einen so kurzen Steg. Dadurch verringert sich auch die Torsion (Verdrehung) des Blanks unter Last - soviel zu der Frage, warum man mit einer normalen Spinnrute keine Multrolle fischen sollte.... Moderne Ruten haben bereits die ersten Ringe so verdreht, daß die Schnur um 180 Grad um die Rute herumgeführt wird. Das ist insbesondere für das Fischen unter hoher Belastung angenehmer, da hier die Torsionskräfte u.U. recht stark werden und  dadurch Blank und Handgelenke geschont werden.
Inzwischen fische ich so ziemlich alle Köder ab 2,5 Gramm an der Baitcaster. (Darunter sollte man es eigentlich tunlichst lassen; es wird mit jedem Zehntelgramm schwieriger.)

Und wenn nun schon einige Sportfreunde fragen, warum man sich das antut...: Es ist einfach hammergeil, den Fisch ohne Umlenkrolle 1:1 auf dem Daumen zu haben....!!!
Titel: Re:Baicastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: vanbarsch am Juli 27, 2010, 21:04:23 Nachmittag
Hallo

vielen dank für die Antworten. Das hat mir auf jeden Fall schonmal weiter geholfen :top: Leider arbeite ich im Schichtdienst und kann daher erst am Wochenende anfangen zu üben. Dafür hab ich dann 5 Tage Wochenende  :top: Werd dann mal ordentlich üben und nächste Woche mal berichten wie es gelaufen ist bzw. weitere Fragen an euch richten. Eine kleine Frage hab ich allerdings noch. Mit welcher Schnurstärke sollte ich anfangen wenn ich mir Mono drauf mache?

Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: Klausi am Juli 27, 2010, 22:32:22 Nachmittag
Zum Üben kannst Du  0,28 bis 0,30´er nehmen. Fange lieber mit höheren Gewichten (20, 25 Gramm) an, bis Dein Daumen sich an seine neue Aufgabe gewöhnt hat .... Viel Spass dabei  :rock
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: panus am Juli 27, 2010, 22:45:08 Nachmittag
kgbbg hat soweit recht, allerdings würde ich unter 0,28 bleiben. Ich würde meinen das eine 0,22 oder 0,24 etwas positiver im handling ausfällt. Das Wurfgewicht reicht auch mit 14 bis 18g. Bei 25g gehr schnell sehr viel Schnur von der Rolle...
Das ist woran ich mich noch erinnern kann, als alles begann :wink:
Aber JEDER reagiert ein wenig anders.

Auf jeden FAll nicht aufgeben, ein paar Perücken später sieht die Welt schon ganz anders aus.

Wenn du also ein schönes Vogelnest gebaut hast, schau dir das Video hier an:
http://www.youtube.com/watch?v=TDI5kwR5zjc#ws (http://www.youtube.com/watch?v=TDI5kwR5zjc#ws)
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: Jeny am Oktober 20, 2010, 21:18:26 Nachmittag
Danke für das Video; wird mir bestimmt der öfteren nützlich sein  :soisset:
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: entspannt am Oktober 20, 2010, 23:10:15 Nachmittag
Ja ja ich hatte heute 10 Backslashes. Aber es wird schon immer besser und die bewegung runder.
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: panus am Oktober 21, 2010, 13:30:31 Nachmittag
dann mach die mechanische Bremse noch etwas mehr zu. Der wichtigste Punkt ist der Daumen.
Das muss trainiert werden, damit der passend reagiert, wie ein Automatismus...
Die Weite erhöhst du Schrittweise, wenn der Daumen wie von selbst arbeitet.
Das Problem mit den Backlashes ist nämlich, dass es nicht nur nerven kann, das fummeln an der Schnur (besonders bei geflochtener) kann zu »unsichtbaren« Schäden führen, die die Tragkraft verringern.
Also nicht überstürzen, immer schön Schritt für Schritt.
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: STRULIK am Oktober 21, 2011, 08:03:23 Vormittag
Hi,
kann jemand eine gute monofile Schnur empfelen?
Vielen Dank
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: Ozmo am Oktober 21, 2011, 09:34:15 Vormittag
Nicht böse gemeint, aber sie Suchfunktion soll helfen. :wink: :flowers:

Aber wenn du eine taugliche Mono suchst wirst du mit Bawo nicht viel falsch machen! :top:
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: JanW am Oktober 21, 2011, 09:40:26 Vormittag
Bawo PP
Sunline MGC
Stroft GTM
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: dgspec am Oktober 21, 2011, 10:29:01 Vormittag
...du magst die MGC ?? Wenn ich jemals "Hass" auf eine Mono verspürt habe, dann auf DIE "Kringelliese":mrgreen:

...man sieht - es gibt immer zwei Seiten "von ded Janze".

Meine "Lieblings-Monos":

Stroft GTM - für alles ab 0.35+
Yo-Zuri Hybrid - auf der BC
P-Line -bei Spinning
und für Manches: Gamakatsu G-Line flex(TopWater) und Daiwa Super Shinobi (UL-L)
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: Luc am Oktober 21, 2011, 10:31:10 Vormittag
Die Yo-Zuri Hybrid fand ich auch als sehr gut und Preiswert. Die gute alte Arashi ist auch nicht verkehrt.
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: Ozmo am Oktober 21, 2011, 10:33:03 Vormittag
Witzigerweise war für mein Empfinden bisher ne gaaanz gaanz billige 3€ Schnur aus dem Karpfenbereich in schwarz. Die war wirklich top, aber ich weiß nichtmal mehr wie die hieß! :totlach:
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: ben am Oktober 21, 2011, 10:45:10 Vormittag
MGC finde ich auch äußerst geil. Fische zwar auch Stroft, aber ich mochte die MGC sogar noch einen Ticken mehr.  :wink: :flowers:
Titel: Re:Baitcastanfänger braucht Hilfe
Beitrag von: JanW am Oktober 21, 2011, 12:24:16 Nachmittag
Es gibt ja ne neue und ne alte Version.
Ich fisch die Neue in 8 u. 10lb und die sind geil. Die Bawos, die ich vorher hatte kringelten mehr... :wink: